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Insolvenzverfahren

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RapidEye AG

28.06.2012

Die RapidEye AG betrieb zum Zeitpunkt der Antragstellung 5 Erdbeobachtungssatelliten in einer Umlaufbahnhöhe von rd. 600 km. Die RapidEye AG war der einzige Satellitenbetreiber, der eine Konstellation von baugleichen Erdbeobachtungssatelliten betrieben hat und damit jeden Punkt der Erdoberfläche einmal am Tag ansteuern konnte. Der eigene Insolvenzantrag war die Konsequenz aus der Kreditkündigung des internationalen Bankenkonsortiums; die Gesellschaft war ausschließlich fremdkapitalfinanziert. Der Geschäfsbetrieb mit rd. 140 Mitarbeitern wurde im vorläufigen und im eröffneten Insolvenzverfahren fortgeführt, insgesamt über einen Zeitraum von drei Monaten. Zur Prüfung von Sanierungsmöglichkeiten waren vor allem grenzüberschreitende Sachverhalte zu klären - u.a. die US-amerikanischen Regelungen zum internationalen Waffenhandel (International Traffic in Arms Regulations - ITAR) und deren Anwendbarkeit und Beachtung bei einem Verkaufsprozess. In den Satelliten der RapidEye AG sind Bauteile enthalten, die in den USA gefertigt - jedenfalls von dort verkauft - wurden und nach dortigen Regularien als waffenfähig im weiteren Sinne eingestuft werden. Bei der Weiterveräußerung solcher Gegenstände beanspruchen die USA einen extraterritorialen Zustimmungsvorbehalt. Zur Schaffung größtmöglicher Transparenz wurde der Verkaufsprozess daher auch in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) durchgeführt. Im Wege eines internationalen Bieterprozesses ist es gelungen, den Geschäftsbetrieb im Wege einer übertragenen Sanierung an eine kanadische Gesellschaft zu veräußern. Der Geschäftsbetrieb wird derzeit am alten Standort fortgeführt.

Insolvenzverwalter(-in):