14.06.2019 / Pressemitteilungen

Insolvenz Lila Bäcker: Banken ermöglichten den Erhalt von rund 2.000 Arbeitsplätzen

Überraschende Rückzug von Investor Schülke hat alle 2.450 Arbeitsplätze gefährdet

PASEWALK und BERLIN, 14. JUNI 2019.


Stellungnahme von Insolvenzverwalter Prof. Rolf Rattunde:


„In mehreren Veröffentlichungen, die sich u.a. auf Aussagen von Jörg Dahms von der Gewerkschaft NGG stützen, wird der Investorenprozess um den insolventen Lila Bäcker falsch dargestellt. Investoren um Firmengründer Volker Schülke haben am 30. Mai ihr Angebot in einer E-Mail der Kanzlei Sievers an den Insolvenzverwalter überraschend zurückgezogen und auf Rückfragen leider nicht geantwortet. Bereits am 29. Mai hatte der Gläubigerausschuss dem ausgehandelten Vertrag zugestimmt. Auch die Banken hatten grundsätzlich keine Einwände gegen den ausgehandelten Vertrag. Der Geschäftsbetrieb hätte aber nur fortgeführt werden können, wenn die Verluste ab dem 1. Juni durch den Investor finanziert werden. Das war der Investorengruppe um Herrn Schülke bekannt. Durch den überraschenden Rückzug der Investorengruppe um Herrn Schülke hätte der Geschäftsbetrieb deshalb am 3. Juni vollständig eingestellt und alle Mitarbeiter entlassen werden müssen. Das konnte nur verhindert werden, weil die Banken eingesprungen sind und am 3. Juni die weitere Finanzierung zugesagt haben. Die Banken wollten aber nur die Verluste finanzieren und damit den Erhalt von rund 2.000 Arbeitsplätzen ermöglichen, wenn nur noch mit ihnen über die die Sanierung und den Kauf verhandelt wird. Erst nachdem die Banken eingesprungen waren, meldeten sich  die Investoren um Herrn Schülke am 6. Juni erneut, ohne jedoch ein konkretes Angebot zu unterbreiten. Die Darstellung, Herr Schülke sei ausgebremst worden und damit sei der Erhalt aller Arbeitsplätze verhindert worden, ist falsch.

Auch die Vorgänge um die Freistellung von Mitarbeitern der Unser Heimatbäcker DB GmbH & Co. KG wurden teilweise nicht korrekt dargestellt. Beim Amtsgericht musste für diese Gesellschaft  die sogenannte Masseunzulänglichkeit angezeigt werden. Rund 270 Mitarbeiter wurden umgehend freigestellt, weil ihnen nur über diesen Weg sofort Arbeitslosengeld gewährt werden kann. Kündigungen werden erst nach Verhandlungen mit den bestehenden Betriebsräten ausgesprochen.


Nähere Informationen:

 

Prof. Rolf Rattunde, Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt, LEONHARDT RATTUNDE, Kurfürstendamm 26 A,

10719 Berlin, Tel. 030-8859030, Fax: 030-885903100,

berlin_at_leonhardt-rattunde.de

 

www.leonhardt-rattunde.de

 

www.lila-world.com

 

Dr. Jochen Mignat, Dr. Mignat PR, Am Hexenpfad 11, 63450 Hanau, Tel. 06181-50791-22, j.mignat_at_mignat.de

Rolf Rattunde †

Rechtsanwalt / Fachanwalt für Steuerrecht / Fachanwalt für Insolvenzrecht / Insolvenzverwalter / Partner

verstorben am 26.06.2019

Danny Koch

Rechtsanwalt / Insolvenzverwalter

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